Baulücke in der Zeller Oberstadt wird nach zwei Jahrzehnten geschlossen

09.02.2023 | Firmengruppe orbau investiert 4,2 Millionen Euro in das Gesundheitshaus 

Zell am Harmersbach– Am heutigen Mittwochvormittag war ein großer Moment in der Zeller Oberstadt. Mit dem ersten offiziellen Spatenstich wurde der Baustart für das neue »Gesundheitshaus« gegeben. Der Neubau schließt die Bau­lücke, die hier teils zwei Jahrzehnte bestanden hat. Gleichzeitig soll mit dem »Gesundheitshaus« die medizinische Versorgung der Bevölkerung der Stadt Zell und der Nachbargemeinden in den nächsten Jahrzehnten gesichert werden.

Der Neubau des Gesundheitshauses durch die Firma Orbau ist der letzte Mosaikstein in der Oberstadtsanierung. Bereits im Jahr 2003 wurden an dieser Stelle die Gebäude Haus Nummer 66 und 68 und im Jahr 2010 das Haus Kury abgebrochen. Seither wurde die rund 1500 Quadratmeter große Fläche in der Oberstadt, die sich im Besitz der Stadt Zell befand, als Parkplatz genutzt.

Orbau hält an Nutzungskonzept fest

Zwanzig bzw. dreizehn Jahre wartete die Freifläche auf eine neue Nutzung. „Seit Anfang 2021 ist nun alles sehr schnell gegangen“, stellte Orbau-Geschäftsführer Burkhard Isenmann fest. Dres. Brigitte und Wolfgang Stunder haben den Anstoß dafür gegeben, über ein Ärztezentrum nachzudenken. Alsbald war die Idee geboren, auf dem freien Grundstück ein medizinisches Versorgungszentrum zu planen.

Burkhard Isenmann informierte, dass man gemeinsam das Konzept für das Gesundheitshaus entwickelt habe, das keine Wohnbereiche enthält und auf drei Geschossen rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche bietet. „Das Haus soll insgesamt der Gesundheit dienen“, betonte Isenmann.

Im Erdgeschoss soll eine Apotheke einziehen. Das 1. Obergeschoss wird vom Medizinischen Versorgungszentrum genutzt. Im 2. Obergeschoss wird es weitere Praxisräume geben. „Die Firma Orbau hält als Projektentwickler und Bauträger an dem geplanten Nutzungskonzept fest“, betonte Geschäftsführer Isenmann heute Vormittag, ohne weitere Details zu nennen.

Gebäude entspricht dem Bebauungsplan

Der Neubau des Gesundheitshauses passt in den Bebauungsplan, der für diesen Bereich von der Stadt Zell vorgegeben wurde. Bereits Mitte 2022 hat die Firma Orbau die Baugenehmigung erhalten. Seither wurden die Fachplanungen und zusammen mit der Ärzteschaft die Detailplanung für das MVZ ausgearbeitet.

Der Neubau entspricht den planerischen Vorgaben. In der überwiegend giebelständigen Bebauung entlang der Hauptstraße ist es städtebauliche Absicht, den engen Straßenraum in diesem Bereich zu unterbrechen und eine Platzaufweitung in der Straßenflucht zu schaffen. Das erzeugt im “Dörfle” eine neue Aufenthaltsqualität.

Die hier vorhandene Bushaltestelle unterstreicht den Vorbereich der neuen Bebauung und sichert zugleich die verkehrliche Anbindung des Quartiers nachhaltig. Hier im Dörfle haben sich die Außenterrassen der Gaststätte Picknick sowie des Partyhauses Damm etabliert. Die zusätzliche Frequentierung und Belebung des kleinen Zentrums im Dörfle ist erwünscht.

Das neue Gebäude fügt sich in seiner äußeren Gestalt der Altstadtsatzung an und stellt als 2-geschossige Bebauung drei Giebel in den Straßenraum und folgt damit dem Maßstab der vorhandenen Bebauung.

Die Firmengruppe Orbau investiert 4,2 Millionen Euro in den Neubau. Das Areal ist nun durch einen Bauzaun abgegrenzt. Direkt nach der Fasend wird am Aschermittwoch der Baukran aufgestellt und mit den Bauarbeiten begonnen. Geplant ist eine ca. 15-monatige Bauzeit, so dass das Zeller Gesundheitshaus bis Herbst 2024 fertiggestellt ist.

MVZ als Weg in die Zukunft

Beim Spatenstich heute Vormittag berichteten Dres. Brigitte und Wolfgang Stunder, dass sie schon seit fünf Jahren auf der Suche nach einer Nachfolge für ihre Gemeinschaftspraxis sind. Dies mündete in die Gründung eines genossenschaftlichen medizinischen Versorgungszentrums zum 1. April 2022. Die Geschäftsführung wurde an Diplom-Kauffrau und M.A. Susanne Halsinger vom Gesunden Kinzigtal übertragen.

Das MVZ bietet die Möglichkeit, relativ flexibel auf die Wünsche der Ärzte einzugehen. Die Frauenquote im Arztberuf betrage über 70 Prozent weshalb der Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine besondere Bedeutung zukommt. Gerade im MVZ sei auch eine Berufsausübung in Teilzeit möglich.

„Das Projekt ist auf die ganze Stadt bezogen“, betont Dr. Wolfgang Stunder. Zell brauche ein solches Zentrum, mit dem die medizinische Versorgung auf die nächsten Jahrzehnte gesichert werde.

Mit dabei im MVZ ist bereits Dr. Lukas Lehmann aus Nordrach, der im Herbst 2023 seine Facharztausbildung abschließen wird. Weitere zwei Ärzte werden noch für das MVZ gesucht. Die  320 Quadratmeter große Praxis kann mit bis zu fünf Ärzten belegt werden und somit in Zukunft weiter wachsen.

„Wir freuen uns, dass das Projekt nun Wirklichkeit wird“, bedankten sich Dres. Brigitte und Wolfgang Stunden allen voran bei Orbau-Geschäftsführer Burkhard Isenmann für die Umsetzung.

Zuversichtlich blickt auch Dr. Lukas Lehmann in die Zukunft. Die große, moderne und barrierefreie Praxis bietet bald optimale Bedingungen, die auch für junge Ärzte interessant sein werden. Nicht zuletzt biete die Stadt Zell und der mittlere Schwarzwald einen hohen Freizeitwert. Auch Dr. Lehmann formulierte als Ziel, die Gesundheitsversorgung der Region langfristig zu sichern.

Gemeinsam eine Absichtserklärung unterschrieben

Bürgermeister Günter Pfundstein berichtet, dass Dr. Brigitte Stunder mit ihrer Idee Anfang 2021 bei ihm persönlich und auch beim Zeller Gemeinderat offene Ohren gefunden habe. Der Gemeinderat habe dem Verkauf des 1500 Quadratmeter großen Innenstadtgeländes zugestimmt. In dem Gesundheitshaus sieht Bürgermeister Pfundstein eine Belebung der Innenstadt.

Von allen beteiligten Akteuren sei eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben worden, berichtete Bürgermeister Pfundstein und bedauerte, dass ein örtlicher Apotheker wieder aus dem Projekt ausgestiegen ist. Um so mutiger sei es von der Firmengruppe Orbau, den Bau des Gesundheitshauses durchzuziehen.

Kritik gab es von Bürgermeister Pfundstein am Gesundheitssystem, das einer Planwirtschaft gleiche. Dies erschwere den Kommunen erheblich, auf die Ansiedlung von Allgemeinmedizinern und Fachärzten Einfluss zu nehmen. Dennoch zeigte sich Bürgermeister Pfundstein zuversichtlich, dass bald alle Flächen im neuen Zeller Gesundheitshaus belegt sind.

Quelle: Schwarzwälder Post 08.02.2023 – Hanspeter Schwendemann

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